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Glossar

Akustik
Lehre und Wissenschaft vom Schall und seiner Wahrnehmung.

Analoge Hörgeräte
Analoge Geräte können Schallsignale nur in analoger Form verarbeiten. Nachträgliche Änderungen der Funktionen sind nicht mehr möglich. Mit der digitalen Programmierung von analogen Hörgeräten ist ein großer Fortschritt gelungen, die individuelle Hörgeräteanpassung durch eine Vielzahl von Stellern unter Beibehaltung kleinster Gerätebauweise computerunterstützt zu optimieren.

Anpassung
Die individuelle Einstellung in Form und Funktionalität der Hörgeräte auf die Bedürfnisse des Betroffenen.

Audiogramm
Darstellung der Hörschwelle und ggf. andere Kenngrößen zur Beschreibung des Gehörs bzw. der Schwerhörigkeit (siehe auch Audiometer, audiometrische Tests).

Audiologie
Lehre und Wissenschaft, die sich mit der Diagnostik, Behandlung und Prävention von Schwerhörigkeit beschäftigt.

Audiometer
Elektronisches Gerät zur Messung der Hörempfindlichkeit.

Audiometrische Tests
Angewandte Verfahren zur Bestimmung der Art und des Grades der Schwerhörigkeit.

BiCROS
BiCROS steht für Contralateral Routing of Signals. Kommunikationstechnik im Bereich der Hörbrillen für unsymmetrische Taubheit.

Binaurale Versorgung
Versorgung mit zwei Hörgeräten, eines für jedes Ohr.

Cerumen
Sekret der Drüsen im äußeren Gehörgang; umgangssprachlich: Ohrenschmalz.

Cerumenschutz
Schutzabdeckung über der Schallaustrittsöffnung eines Im-Ohr-Hörgerätes; sie verhindert, dass sich Cerumen im Hörer des Gerätes ansammelt.

Cortisches Organ
Hörorgan aus Sinnes- und Stützzellen, das sich auf der Basilar-Membran in der Hörschnecke (Cochlea) befindet.

CROS
CROS steht für Contralateral Routing of Signals. Kommunikationstechnik im Bereich der Hörbrillen für einseitige Taubheit.

Digitale Hörgeräte
Hörgeräte, die Audiosignale digital verarbeiten; Synonym: DSP-Hörgerät.

Digital programmierbares Hörgerät
Modernes Hörgerät, das digitale und analoge Technologie miteinander verbindet.

Digitale Signalverarbeitung
Verarbeitung eines Signals durch mathematische Algorithmen.
(auch DSP = digital signal processing)

Dezibel
Kenngröße für die Lautstärke eines akustischen Signals.

Empfänger (auch FM-Empfänger)
Teil eines vom Hörgerätenutzer getragenen FM-Systems, das Signale vom FM-Sender aufnimmt und an das Hörgerät weiterleitet. (s. a. FM-System)

FM-System
Ein Kommunikationssystem zur Verbesserung des Sprachverständnisses in schwierigen Hörsituationen, bei dem ein vom Sprecher getragenes Funkmikrofon (Sender) drahtlos Signale per Frequenzmodulation (UKW) an einen vom Zuhörer getragenen Empfänger sendet.

freestyle
Kommunikationssystem im neuen Design und mit leichter Bedienbarkeit.

Gehörgangsresonanz
Die Gehörgangsresonanz ist verantwortlich für das Wahrnehmen von Tönen. Jeder Gehörgang hat eine natürliche und individuelle Resonanzverstärkung. Hörgeräteversorgungen können das natürliche Hören beeinflussen.

Hörbarer Frequenzbereich
Hörbarer Bereich von Frequenzen, der bei jungen Menschen von ungefähr 15 Hz bis 20.000 Hz reicht.

Hörbrille
Die Hörbrille ist ein in den Brillenbügel integriertes Kommunikationssystem, was durch die raffinierte Verarbeitung kaum sichtbar und spürbar ist.

Hörer
Miniaturlautsprecher in einem Hörgerät.

Hörfeld
Dynamischer Hörbereich von der Hörbarkeitsschwelle bis zur Unbehaglichkeitsschwelle über den gesamten audiometrischen Frequenzbereich.

Hörgerät
Ein elektronisches Gerät zur Verstärkung und Übertragung der Schallwellen an das Ohr. Die hauptsächlichen Bauelemente sind Mikrofon, Verstärker und Hörer.

Hörverlust
Verminderung der Hörempfindlichkeit.

Innenohr
Bestehend aus den Sinnesorganen für Hören (Schnecke) und Gleichgewicht
(Vorhofs-Bogengang-System).

Klangregelung
Potentiometer oder ein anderer Steller am Hörgerät, der den Frequenzgang ändert.

la belle
Eine Hörbrille aus dem Hause bruckhoff.

Lautstärkeregelung
Manuelle oder automatische Regelung der Verstärkung eines Hörgerätes.

Monaurale Versorgung
Versorgung lediglich eines Ohres mit einem Hörgerät.

Ohrabdruck
Abdruck vom äußeren Ohr zur maßgerechten Anfertigung eines Ohrpassstückes oder des Gehäuses eines Im-Ohr-Hörgerätes.

Ohrenschmalz
Umgangssprachlicher Ausdruck für Cerumen - das Sekret der Drüsen im äußeren Gehörgang.

Ohrpassstück
Anhand eines Ohrabdruckes maßgefertigter Kunststoff-Einsatz zur Verbindung eines HdO-Geräts mit dem Gehörgang; Synonym: Otoplastik

Nebengeräusche
Mit dem Wort Nebengeräusche wird vom Hörgeräte-Träger ein undefinierbares Phänomen beschrieben. Gemeint ist der umgebende Alltagslärm. Das Hörgerät verstärkt nicht nur den gewünschten Nutzschall, sondern auch den umgebenden Störschall. Dies ist gerade bei Erstversorgungen ein häufiger Grund zur Ablehnung. Die spektrale Analyse von umweltbedingten Störgeräuschen läßt eine deutliche Anhebung im Bereich unterhalb 800 Hz erkennen. Die effektive Verstärkung offener Versorgungen beginnt aber erst bei ca.1000 Hz. Durch diese Übertragungscharakteristik bleiben tieffrequente Störgeräusche ,,außen vor". Somit ist eine natürliche Störschallunterdrückung gewährleistet. Der enorme Vorteil der offenen Versorgung hat jedoch Grenzen. Bei hohen Verstärkungen entsteht Rückkopplung. Die CROS-Versorgung schafft hier Abhilfe.
Hörer und Mikrofon werden beidseitig am Kopf plaziert. Der entstandene akustische Kopfschatten ermöglicht rückkopplungsfreie, offene Anpassungen von bis zu
55 dB Verstärkung. Aus dieser ,,tragbaren" Lösung ist das Synonym Comfort-CROS entstanden.
Comfort-CROS-Brillen werden auch bei symmetrischen Schwerhörigkeiten akzeptiert. Positive Reflexion von Schwerhörigen hilft dem Anwender, sich vom klassischen CROS-Gedanken zu lösen. Er wird die Versorgungsart bewußt wählen, um offen und rückkopplungsfrei anpassen zu können.

Offene Versorgung
Eine Versorgung ohne Ohrpassstück, also ohne Verschließen des Innenohres.

open ear gain
Der Informationsinhalt von Sprache hängt wesentlich vom Erkennen der Konsonanten und Zischlaute ab. Diese ohnehin energiearme Gruppe ist mit Ihrem Frequenzspektrum ausgerechnet dort angesiedelt, wo beginnende Schwerhörigkeiten mit dem typischen Hochtonverlust einsetzen. Die Folge ist eine ,,Fehlhörigkeit". Information wird gehört, aber nicht verstanden. Das Ziel einer Versorgung ist also das ,,Anheben" der hohen Frequenzen bei gleichzeitigem Erhalt des tieffrequenten Höreindruckes. Eine offene Versorgung erfüllt beide Voraussetzungen. Der natürlichen Klang des Ohres bleibt erhalten. Durch die individuelle ,,open ear gain" kommt es bis zu 17 dB Verstärkung in den hohen Frequenzen.

Persönliches FM-System
Audiozubehör zum Hörgerät, bestehend aus einem vom Sprecher getragenen Funkmikrofon (Sender), das drahtlos Signale per Frequenzmodulation (UKW) an einen vom Zuhörer (Hörgeräteträger) getragenen Empfänger sendet; zur Verbesserung der Kommunikation in schwierigen Hörsituationen.

Programmierbares Hörgerät
Hörgerät mit analoger oder digitaler Signalverarbeitung, dessen Parameter mit einem Computer eingestellt werden.

Richtungshören
Fähigkeit, die Richtung zu bestimmen, aus der ein Geräusch kommt.

Snorstop
Eine Schlafbrille, die durch ausgeklügelte Elektronik zuverlässig ein Schnarchen verhindert.

Tinnitus
Ohrgeräusche, dessen Ursachen bis heute nicht erforscht sind.

Tinnitus Devicer
Ein Gerät gegen Ohrgeräusche.

Tragekomfort
Bequeme Trageweise, kaum spürbar und leicht zu bedienen.

Verstärkung
Erhöhung der Schallintensität, des Ausgangssignals gegenüber der Schallintensität des Eingangssignals.